Panama Guide

„Oh, wie schön ist Panama.“ Das dachte sich nicht nur Janosch, sondern auch wir!

Panama ist wohl eins der meist unterschätzten Länder in Zentralamerika. Bevor wir überhaupt nach Panama gereist sind, hörten wir vorab von anderen Reisenden: „Ach, Panama. Ne, das lohnt sich nicht wirklich, kann man ruhig auslassen.“ Wir wären nicht wir, wenn wir nicht genau in diesen Momenten neugierig geworden wären, um uns selbst ein Bild zu machen! Panama hat uns in vielerlei Hinsicht überrascht. Nicht nur die wunderschönen Strände auf Bocas Del Torro haben uns begeistert, auch, die vielen Kontraste die Panama zu bieten hat!

Bei Panama, denken viele an den Panama Kanal, der dem Land internationale Berühmtheit verliehen hat. Für uns war der Panama Kanal nicht ganz so spannend wie erwartet, uns hat eher das türkisfarbene Meer und die vielen Naturschutzgebiete begeistert! Das Land ist klein und überschaubar und kann super in 2 –  3 Wochen bereist werden. 

Also, los gehts mit den Informationen zu Panama!

Anreise

Mittlerweile gibt es Direktflüge ab Frankfurt nach Panama City zum internationalen Flughafen „Tocumen“. Diese Direktflüge kannst du momentan nur über die Lufthansa buchen. Die Flugzeit beträgt circa 12 h. Ansonsten bedienen die Strecke mit einem Transit u.a folgende Fluggesellschaften: Air France (Transit in Paris), KLM (Transit in Amsterdam) und Iberia (Transit in Madrid).

Falls du über Land von Costa Rica nach Panama einreisen möchtest, so wie wir es getan haben, hier dein Reiseplan:

San Jose – Puerto Viejo (ca 5 h Busfahrt)

Puerto Viejo – Sixaola (ca 1 h Busfahrt)

Sixaola (Ausreisegebühr bezahlen und zu Fuß über die Grenze nach Panama)

Vom Grenzort Guabito aus, hast du die Möglichkeit mit dem öffentlichen Bus oder einem privaten Fahrer weiterzureisen.

Achtung: Aktuell solltest du die Grenze Costa Rica / Sixaola – Panama / Guabito nicht am Wochenende überqueren, da dann ein Lockdown mit Ausgangssperre in Guabito herrscht. Wir haben dies unwissender Weise getan und hatten große Schwierigkeiten an unser Ziel Bocas del Toro zu kommen.

Visa

Als deutscher Staatsbürger bekommst du bei deiner Einreise automatisch 6 Monate visafreien Aufenthalt.

Einreise Voraussetzung aufgrund der Covid-19 Pandemie

  • Negativen Antigen-, oder PCR Test, welcher höchstens 48 Stunden vor Abreise durchgeführt wurde. Einen Antigen Test kannst du auch nach deiner Ankunft für 50 USD am internationalen Flughafen Tocumen von Panama durchführen lassen.
  • Digitales Kontaktformular „Affidavit of Health“ vor Abflug ausfüllen (über die Seite des auswärtigen Amtes). Nach dem Ausfüllen bekommst du einen QR Code zugesendet, den du bei der Einreise vorzeigen musst. 
  • Reisepass, der bei Abreise mindestens noch 6 Monate gültig ist.
  • Rückflug- oder Weiterflugticket (falls du die Ausreise noch nicht festlegen möchtest, kannst du dir über Onward ein Fake Ticket kaufen).

Achtung: Falls du die letzten 14 Tage vor deiner Anreise nach Panama in einem südamerikanischen Land warst, musst du nach deiner Ankunft in Panama nochmals einen Test durchführen lassen. Auch bei einem negativen Testergebnis musst du dich für 3 Tage in Quarantäne begeben und anschließend eine weitere Testung durchführen. Bei erneutem negativen Ergebnis kannst du deine Reise durch Panama starten.

Covid-19 Test für die Rückkehr nach Deutschland oder Weiterreise:

Den benötigten Covid Test für deine Rückkehr nach Deutschland, oder die Weiterreise kannst du in Panama City im Krankenhaus „Punta Pacifica“ oder in der „Panama Klinik“ durchführen lassen. Des Weiteren hast du noch die Möglichkeit dich am internationalen Flughafen von Panama vor dem Boarding testen zu lassen (plane in diesem Falle jedoch genug Zeit ein). Wir haben unsere Schnelltests (für Guatemala) in der Panama Klinik gemacht und circa 38 EUR pro Schnelltest bezahlt. Das Testergebnis erhielten wir innerhalb von 6 h.

Währung

In Panama wird mit USD bezahlt, es gibt zwar noch eine eigene Währung, die panamaische Balboa, welche aber genau den gleichen Umrechnungskurs hat wie der USD. Somit haben wir alles mit USD bezahlt. 

Vom Preisniveau empfand ich Panama als eher teuer (vergleichbar mit Costa Rica). Sparen konnte man etwas bei den Unterkünften, welche mit durchschnittlich 32 EUR pro Nacht (pro Doppelzimmer) noch in Ordnung waren. Essen, Trinken und Shopping sind preislich vergleichbar mit den südlichen Ländern in Europa. 

Reisezeit

Das Land ist generell das ganze Jahr über zu bereisen, aufgrund des tropischen Klimas von 25 – 30 °C. Von Mai bis November regnet es häufiger, was mit hoher Luftfeuchtigkeit einhergeht und nicht ganz so angenehm ist. Die beste Reisezeit in Panama ist daher von Dezember – April in der Trockenzeit.

Religion

Der Großteil der Panamaer sind katholische Christen. Außerdem leben im Land noch ein kleiner Anteil Juden, Buddhisten und Hindus. Des Weiteren gibt es noch verschiedene Glaubensrichtungen der indigenen Stämme, welche jedoch zunehmend von christlichen Missionaren verringert werden.

Essen

Die Küche in Panama ist leider sehr fleischlastig, was es für mich, mit meiner hauptsächlich pflanzenbasierten Ernährung, nicht einfach gemacht hat, die landestypische Speisen zu testen. Ein Nationalgericht ist zum Beispiel „Ropa Vieja“, Rindergeschnetzeltes mit Reis. Mittags essen die Panamae gerne „Comida Corriente“, ein reichlich gefüllter Teller mit Fleisch, schwarzen Bohnen und Kochbananen. Meeresfrüchte werden auch gerne gegessen. Wir waren in unseren 3,5 Wochen in Panama nur wenige Male essen und dann gab´s meistens Pizza oder Pommes. Den Großteil der Zeit haben wir selbst vegetarisch gekocht. Das Gemüse war leider in fast allen Orten ziemlich teuer, bis auf Cerro Punta, da war es spottbillig. Das Preisniveau der Gerichte in den Restaurant ist relativ hoch, für ein vegetarisches Gericht haben wir im Schnitt umgerechnet circa 10 EUR bezahlt.

Fortbewegung

Wir haben uns in Panama ausschließlich mit den öffentlichen Bussen und Booten fortbewegt. Die Fortbewegung von Ort zu Ort kann schon mal etwas länger dauern, da du häufiger Umsteigen musst, um dein Ziel zu erreichen. Um schneller an dein Ziel zu kommen, kannst du auch Shuttles (Minibusse mit Klimaanlage) buchen, die dich im Gegensatz zu den öffentlichen Bussen, direkt an dein Ziel bringen. Unter „Hello Travel Panama“ findest du beispielsweise ein paar Angebote.

In Panama City empfehle ich dir den sogenannten „Rapi Pass“ (erhältlich an größeren Busstationen). Dieser kostet einmalig 2 USD und kann beliebig oft aufgeladen werden. Anschließend zahlst du pro Fahrt mit den Bussen und Bahnen in der Stadt nur noch 25 Cent pro Fahrt. Vom Flughafen in die Stadt und andersherum zahlst du mit dem öffentlichen Bus (mit dem Rapi Pass) nur 1,25 USD, statt 30 USD mit dem Taxi.

Strände

Panama beherbergt einige wundervolle Strände. Die schönsten Strände fanden wir in Bocas Del Torro. Der Playa Boca del Drago / Starfish Beach war einer der schönsten Strände, den ich jemals gesehen habe. Ansonsten findest du auf den San Blas Inseln noch paradiesische Strände, die du meist noch fast für dich allein hast. Playa Ventana ist ein weiterer Strand, der in Panama sehr beliebt ist, vor allem auch bei den Einheimischen.

Sehenswürdigkeiten & Unternehmungen

Panama hat definitiv mehr zu bieten als den berühmte Panama Kanal. Selbstverständlich solltest du dir den Kanal trotzdem einmal anschauen, denn beeindruckend ist dieses millionenschwere Bauwerk allemal! Wenn du schon mal in Panama Stadt bist, lohnt sich auch ein Besuch im historischen Zentrum der Hauptstadt. Casco Viejo hat uns etwas an Cartagena erinnert, mit seinen vielen kolonialen Häusern und dem Kopfsteinpflaster. Die andere Seite der Stadt zieren Hochhäuser, eine schicke Promenade und teuere Wohnkomplexe. 

In Boquete und Cerro Punta erstreckt sich das Hochland von Panama. Dort hast du die Möglichkeit Kaffee-  und Gemüseplantagen zu besuchen. Ansonsten kannst du dir dort die Zeit mit Wandern vertreiben, denn diese Region hält einige tolle Wanderwege bereit! Wir sind den Quetzal Trail gelaufen, der uns ganz schön geschafft hat. Vulkantouren und Rafting sind weitere Aktivitäten, die du im Hochland unternehmen kannst.

An der Karibikküste im Insel Archipel Bocas Del Toro begegnen dir wunderschöne Strände, kristallklares Wasser, Dschungel, Surfspots, Rastafaris und ganz viele good Vibes. Wir haben in Bocas zwei Wochen in einem kleinen BnB direkt am Meer verbracht, da uns die Umgebung so gut gefallen hat und wir dort so toll entspannen konnten!

Eine weitere faszinierende Inselgruppe findest du ganz in der Nähe von Panama City. Die San-Blas-Inseln, von welchen es 378 Stück gibt, sollen das Paradies schlechthin sein! Dort hast du auch die Möglichkeit, in die Welt des indigenen „Kuna“ Volks einzutauchen. Die San Blas Inseln sind ein autonomes Gebiet in Panama, welches von den Kunas bewohnt wird. Das war auch der Grund, warum wir nicht dort waren. Leider hatten die Kunas aufgrund der Corona Pandemie ihre Inseln (zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes in Panama) noch nicht für Touristen geöffnet.

An der Pazifikseite verbirgt sich der kleine verschlafene Ort Santa Catalina, der auf den ersten Blick total unspektakulär scheint, jedoch auf deiner Panama Liste ganz weit oben stehen sollte! Santa Catalina ist der Ausgangspunkt für einen Besuch im Meeresschutzgebiet Coiba. Im Nationalpark Coiba hast du die Möglichkeit Riffhaie, Schildkröten, Rochen, Barrakudas, Muränen, Kugelfische und viele weiter Fische beim Schnorcheln oder Tauchen hautnah zu sichten!

Wir hatten das Glück, beim Schnorcheln mehrere Riffhaie zu sehen. Ein unglaublich tolles Erlebnis! Das beste ist, dass du diese faszinierenden Wesen in Coiba ganz ohne Anfütterung sehen kannst. Wir würden niemals Touren mit Anfütterung unterstützen, dass möchte ich hier nochmal erwähnen. Es ist immer eine enorme Glückssache einen Hai in freier Wildbahn zu sehen! In Coiba geben die Touranbieter schon fast eine Garantie darauf, dass man Riffhaie sehen wird, was wirklich eine Seltenheit ist. Wenn du ganz viel Glück hast, siehst du in Coiba sogar Walhaie.

Sicherheit

Im Vorfeld hatte ich schon gelesen, dass die Gefahren in Panama für Touristen eher gering sind. Bis auf unser Tramping Erlebnis* direkt zu Anfang, haben wir uns immer super sicher in Panama gefühlt. In Bocas del Toro sollte man etwas Acht geben auf seine Gegenstände am Strand und auch in Panama Stadt gibts es einige Viertel (z.b El Chorrillo und Curundu), wo man als Tourist nicht unbedingt spazieren gehen sollte.

(*Wir mussten von Guabito nach Almirante trampen, da aufgrund der Ausgangssperre keine Busse fuhren. Der Fahrer wirkte im ersten Moment etwas sehr zwielichtig. Stellte sich später dann jedoch als Anwalt heraus und wurde, wie wir vermuten von der Polizei geschickt, um uns sicher nach Almirante zu bringen 😀 )

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